„Wünsche sind Befehle des Lebens"

„Geht’s da zum Winterheller?“, fragte bereits um 07:30 Uhr ein Paar im mittleren Alter im Foyer des Austria Center Vienna. Um diese frühe Uhrzeit war das Team vom Institut für mentale Stärke noch mit Aufbauarbeiten, Soundchecks und letzten Abstimmungen beschäftigt, bevor eine Stunde später rund 350 Besucher in die Location in der Donau-City strömten. Die Kaffeemaschinen wurden das erste Mal auf die Probe gestellt und das Murmeln der Leute erreichte eine angenehme Geräuschkulisse. Der Tag, auf den sich die Veranstalter und die Besucher gleichermaßen viele Monate freuten, begann.

Wenn eine Kabarettistin als Moderatorin engagiert wird, darf man nicht allzu überrascht sein, wenn der Tag etwas anders startet. Eva Damyanovic schaffte es mit einer humorvollen Begrüßung und einer – wie soll man es bezeichnen? – „Aufwärmübung“ das Publikum gleich zu Beginn in eine motivierte Stimmung zu versetzen und den ersten Vortragenden auf die Bühne zu holen.

War es der Kaffee? Die Aufwärmübung der Moderatorin? Oder einfach die Vorfreude auf Wolfgang Fasching? Bereits am Weg zur Bühne wurde er von Standing Ovations und einem langen Applaus begleitet. Wer ihn noch nicht erlebt hat, könnte meinen, bei solch einem Empfang ist vielleicht ein Hauch von Starallüren zu spüren. Nicht aber bei Wolfgang Fasching. Bescheiden, respektvoll und freundlich begegnet er seinem Publikum.

Er erzählt aus seinem Leben und weist darauf hin, dass er weder zum Radfahren noch zum Reden ein besonderes Talent hat. Es fällt schwer, ihm das zu glauben. Immerhin stellte er als Radfahrer mehrere Weltrekorde auf und gilt als einer der meistgebuchten Redner in Österreich. Jedoch klingt es plausibel, dass er durch jahrelanges Üben stetig besser wurde. Typisch für Wolfgang, gibt er sich auch hier ganz bescheiden: „Wäre das heute mein erster Vortrag, würdet ihr bereits wieder draußen beim Kaffee stehen, auf die Uhr blicken und euch fragen, wann der Herr Winterheller kommt.“

In der Kaffeepause am Vormittag mischte er sich bereits unter die Besucher: Dr. Manfred Winterheller. Freunde, Fans und Wegbegleiter wurden umarmt und begrüßt. Erfahrungen ausgetauscht. Über Erfolge berichtet. Der Tag ist für alle eine Inspiration. Nicht nur während der Vorträge.

Wolfgang Fasching schaffte auch in seiner zweiten Einheit die Zuhörer durch seine unglaublichen Projekte als Extremradfahrer und Bergsteiger zu fesseln. Wie entwickelt man eine solche mentale Stärke? Wie kann man auch nach dieser Veranstaltung sinnvoll an sich arbeiten? Wolfgang und seine Partner vom Institut für mentale Stärke gaben in der Mittagspause reichlich darüber Auskunft.

Zum Beispiel die Ausbildung zum PERFORMANCE MENTALTRAINER klang für viele spannend. Oder auch das Seminar MENTALE STÄRKE Kompakt, bei dem man viele wertvolle Mentaltechniken für die Selbstanwendung lernt. Unternehmer und Verkäufer interessierten sich besonders für das Seminar KOPFSTARK VERKAUFEN, um den Verkaufserfolg deutlich zu steigern. Viele haben bereits vor Ort entschieden, dass sie eines dieser Angebote nutzen werden.

Der Gong hallte einige Male durch das Foyer und hunderte wissbegierige Menschen strömten wieder in den Saal. Die meisten wissen, was jetzt kommt. Falls nicht, dauert es nur wenige Sekunden, bis man realisiert, dass jetzt nicht einfach nur der nächste Vortrag kommt, sondern eine Performance, die in der Rednerbranche seinesgleichen sucht. Dr. Manfred Winterheller geht nicht brav seitlich auf die Bühne. Nein. Er macht es anders: Die Lautstärke von einem seiner Lieblingssongs wird nach oben gedreht, von hinten marschiert er durch den Mittelgang zwischen den Stühlen. Fordert das Publikum zum Mitklatschen auf. Bleibt bei ihnen stehen. Tanzt mit ihnen. Macht Figuren. Arbeitet sich durch die Menge immer weiter nach vorne. Niemand im Raum kann sich dieser Energie entziehen. Noch bevor er das erste Wort sagt, spüren die Leute bereits, dass man dem Leben mit viel mehr Freude und Lockerheit begegnen kann.

Auf der Bühne angekommen fängt er ohne Rücksicht auf seine erhöhte Atemfrequenz sofort zum Reden an. Er betont immer wieder, bei seinen Zuhörern eine Veränderung in Gang bringen zu wollen. Man merkt sofort, dass er es ernst meint und nicht locker lässt. Er bringt Beispiele von sich selbst, von Wolfgang Fasching und von berühmten Menschen. Gängige Ausreden widerlegt er. Das mag für viele unbequem sein, doch genau deshalb geht man ja zu seinem Vortrag.

Und da wäre natürlich auch noch seine Begabung als Entertainer. So viele Pointen in kurzer Zeit gelingen nur wenigen Rednern. Das Publikum quittierte es immer wieder mit Szenenapplaus und Jubelrufen.

Beim Zuhören bekommt man das Gefühl, dass noch viel mehr für das eigene Leben erreichbar ist. Es ist eine Erinnerung an alles, was noch möglich ist. Ein Weckruf, keine Zeit zu verlieren. Und ein Anstoß, jetzt sofort damit zu beginnen.

Um Punkt 17 Uhr beendet er seinen Vortrag mit der Aussage „Wünsche sind Befehle des Lebens!“ und einem stimmungsvollen Ausklang, begleitet von Standing Ovations und einem minutenlangen Applaus.

Hier geht es zum Nachbericht inklusive Bildern vom Impulstag 2016 in Graz.